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Praxis (FamZ / FAK)

Hier fin­­­den Sie eine aus­­­ge­­­wählte Sam­m­­­lung zu ­The­­­men und Pro­­­b­­­lem­­s­­tel­­­lun­­­gen, die in der Ver­­­­­gan­­­gen­heit zu Erläu­­­te­run­­­gen oder Präz­­­i­­­sie­run­­­gen Anlass gaben. Auch Ver­­­­­stän­d­­­nis­­­pro­b­­­leme oder beson­­­dere Kon­s­­­tel­la­­­ti­o­­­nen, de­­­nen wir häu­fig bege­g­­­nen, grei­­­fen wir hier auf. Bei den Bei­trä­­­gen bzw. Doku­­­men­­­ten, die Sie hier vor­­­­­fin­­­den, kann es sich um e­he­­­ma­­­lige "News" oder um Aus­züge aus früh­e­­­ren Run­d­­­sch­­­rei­­­ben han­­­deln, immer aber um Bei­­­träge, die nach wie vor Gül­tig­keit haben.

Diese Rubrik ist ­­­ge­­­gen­­­über "FAQ"s und "News" inso­weit abzu­­­g­­­ren­­­zen, als hier nur Aus­­­­­sa­­­gen wie­­­der­holt wer­­­den, die bereits früher an ande­­­rer Stelle gemacht wur­­­den.

Inhalt


 

Ab 2013 Familienzulagen schweizweit auch für Selbständigerwerbende (Gesetzesrevision)

Seit 2013 haben auch Sel­b­­stän­di­g­er­wer­bende gesam­t­­schwei­ze­risch Anrecht auf die nati­o­­nal fest­­ge­­le­g­­ten Min­­dest­an­­sätze der Fami­­li­en­zu­­la­­gen. Dies bedeu­­tet zug­­leich, dass das «Bun­­des­­ge­­setz über die Fami­­li­en­zu­­la­­gen» (FamZG) die­­sen Per­­so­­nen­kreis obli­­ga­to­risch unter­s­­tellt – somit auch punkto Fin­an­­zie­rung.

Mit der Revi­­sion die­­ses Geset­zes wird ein ein­heit­­li­ches Sys­­­tem der Fami­­li­en­zu­­la­­gen für Arbeit­­neh­­mende, Sel­b­­stän­di­g­er­wer­bende und Nich­t­er­werb­s­tä­tige ange­st­­rebt. Das ­bis Ende 2012 gül­tig gewe­sene FamZG bezog sich nur auf­­ Ar­beit­­neh­­mende und Nich­t­er­werb­s­tä­tige. Da­mals erhiel­­ten Sel­b­­stän­­di­­ger­wer­ben­­de be­­reits in 13 Kan­to­­nen Fami­­li­en­zu­­la­­gen auf­­­grund von kan­to­na­­len Rege­­lun­­gen (BE, LU, SZ, NW, GL, BL, BS, SH, AR, SG, VD, VS und GE); in eini­­gen Kan­to­­nen war der Anspruch zudem ein­­kom­­men­s­ab­hän­­gig.

Bis zum Inkraf­t­t­­re­­ten der Revi­­sion muss­ten alle Sel­b­­stän­di­g­er­wer­ben­­den einer Fami­li­en­aus­­g­leichs­­kasse ange­­sch­­los­­sen wer­den und en­trich­ten seit dem 1.1.2013 Bei­­träge auf ihrem AHV-pfli­ch­­ti­­gen Erwerb­s­ein­­kom­­men (pla­­fo­­niert beim höchst­ver­­­si­cher­­ten Ver­­­di­enst gemäss UVG). Bei der FZA s­in­d auf die ­Selb­stän­di­ger­wer­ben­den durch­ge­hend die glei­chen Bei­­trags­­­sätze an­wend­bar wie auf die Unselb­stän­di­ger­wer­ben­den (Arbeit­neh­mende).

Auch haben seit­her die Selb­stän­di­ger­wer­ben­den ­An­spruch auf die glei­chen Fami­­li­en­zu­­la­­gen wie Arbeit­­neh­­mende, also pro Kind und Monat auf min­­des­­tens CHF 200 (Kin­­der­zu­­la­­gen) bezie­hungs­­weise CHF 250 (Aus­­­bil­­dungs­­zu­­la­­gen). Je nach Kan­­ton sind die Leis­­tun­­gen höher und wer­­den auch Geburts- und Adop­­ti­on­s­zu­­la­­gen aus­­­ge­rich­­tet. Die genann­ten Min­dest­be­träge gel­ten seit 2013 bis auf Wei­te­res.

Da die «Fami­li­en­aus­­g­leichs­­kasse Zürcher Arbeit­­ge­ber» (FZA) in säm­t­­li­chen Kan­to­­nen aner­­kannt und täti­g ist, kön­­nen sich ihr alle Sel­b­­stän­di­g­er­wer­ben­­den ansch­­lies­­sen, die ihre per­­sön­­li­chen AHV-Bei­­träge über unsere «Aus­­­g­leichs­­kasse Zürcher Arbeit­­ge­ber» (AZA) abrech­­nen. Sta­­tu­­ten­­kon­­form gilt der Grun­d­­satz, dass die der AZA an­­ge­­sch­­los­­se­­nen Sel­b­­stän­di­g­er­wer­ben­­den auto­­ma­­tisch, d.h. ohne ihr Zutun, der FZA ange­­sch­­los­­sen wer­­den; vor­­be­hal­­ten blei­­ben ander­s­lau­­tende kan­to­­nale Vor­­­schrif­­ten. Wer sich aus freien Stü­­cken einer ande­­ren Fami­li­en­aus­­g­leichs­­kasse ansch­­lies­­sen will, ist gebe­­ten, uns dies mit­­zu­­­tei­­len.

Näh­e­­res zur Revi­­sion des FamZG und deren Umset­zung.

Quelle: BSV, Bereich Fami­­li­en­fra­­gen.

 

 

ursprüng­lich pub­li­ziert am 27.10.2011 


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Familienzulagenanspruch bei unbezahltem Urlaub?

Das Bun­­des­­ge­richt legt die geset­z­­li­chen Bestim­­mun­­gen wör­t­­lich aus, d.h. bei unbe­­zahl­­tem Urlaub besteht kein Anspruch auf Fami­­li­en­zu­­la­­gen; so­weit der Grun­d­­satzGemäs­s ­neu­es­tem Wort­laut der ein­schlä­g­i­gen Bestim­mun­gen b­leibt nun aber der Anspruch auf Fami­li­en­zu­la­gen bei un­be­­zahl­tem Urlaub – ana­­log zu Kran­k­heit und Unfall – noch wäh­­rend der drei dar­­auf fol­­gen­­den Kalen­­der­­mo­­na­te er­hal­ten.

Seit dem 1.1.2012 lau­ten die Vor­schrif­ten wie folgt:

Bezieht der Arbeit­neh­mer einen unbe­zahl­ten Urlaub, so wer­den die Fami­li­en­zu­la­gen nach Antritt des Urlaubs noch wäh­rend des lau­fen­den Monats und der drei dar­auf fol­gen­den Monate aus­ge­rich­tet. Nach einem Unter­bruch des Anspruchs infolge län­ger dau­ern­dem unbe­zal­ten Urlaubs besteht der Zula­gen­an­spruch ab dem 1. Tag des Monats, in wel­chem die Arbeit wie­der auf­ge­nom­men wird.

 

 

ursprüng­lich pub­li­ziert am 28.06.2011 


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Doppelbezug von Mutterschaftsentschädigung und Familienzulagen zulässig

Gele­gent­lich stellt sich die Frage, ob wäh­rend des Anspruchs auf eine Mut­ter­schafts­ent­schä­d­i­gung ein gleich­zei­ti­ger Anspruch auf Fami­li­en­zu­la­gen (gemäss FamZG) bestehe oder ob die­ser wäh­rend­des­sen ent­falle.

Bei der Mut­ter­schafts­ent­schä­d­i­gung (gemäss EOG) han­delt es sich um ein Ersatz­ein­kom­men, wel­ches dem Lohn im Sinn des AHV-Geset­zes gleich­ge­s­tellt ist und somit der AHV-Bei­tragspf­licht unter­liegt. Fol­g­lich haben Arbeit­neh­me­rin­nen auch wäh­rend der Dauer einer Mut­ter­schafts­ent­schä­d­i­gung Anspruch auf Fami­li­en­zu­la­gen im Sinn des FamZG.


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Neu im Kanton TESSIN ab 2011: Familienleistungen für Arbeitnehmende im Krankheitsfall

Seit dem 1. Januar 2011 haben im Kan­­ton Tes­­sin erkrankte Arbeit­­neh­­mende Anspruch auf Fami­­li­en­­leis­­tun­­gen für höchs­­tens 12 Monate. Für diese Leis­­tun­­gen kommt aus­­­sch­­lies­s­­lich die kan­to­­nale Fami­li­en­aus­­g­leichs­­kasse (FAK/CCAF) auf.

Leis­­tungs­­­ge­­su­che müs­­sen des­halb an die kan­to­­nale FAK gerich­­tet wer­­den, auch wenn der Arbeit­­ge­ber einer ande­­ren FAK ange­­sch­­los­­sen ist. Die For­­mu­la­­re d­a­­für kön­­nen unter www.ias­ti­­cino.ch her­un­­ter­­ge­la­­den wer­­den.

 

 

ursprüng­lich pub­li­ziert am 08.01.2011 


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FZA in der gesamten Schweiz tätig

Das am 1.1.2009 in Kraft get­re­­tende Bun­­des­­ge­­setz über die Fami­­li­en­zu­­la­­gen (FamZG) räumt den Fami­­li­en­aus­g­­leichs­­kas­­sen, die von einer AHV-Kasse geführt wer­­den, die Mög­­li­ch­keit ein, in allen Kan­to­­nen tätig zu sein. Dies war der «Fami­li­en­aus­­g­leichs­­kasse Zürcher Arbeit­­ge­ber» FZA früher ver­­­wehrt. Wir ­nüt­zen diese geset­z­­lich vor­­­ge­­se­hene Option. In allen Kan­to­nen sind wir seit 2009 aner­kann­tes Durch­füh­rung­s­or­gan für sämt­li­che Belange der Fami­li­en­zu­la­gen­ord­nung. Damit ging ein von den uns ange­sch­los­se­nen Ar­beit­ge­bern lang gehe­g­­ter Wunsch in Erfül­­lung: Abrech­­nung auch für die FAK-Bei­­träge/Fami­­li­en­zu­­la­­gen über eine ein­zige Stelle.

Seit Januar 2009 kön­­nen unsere Mit­­­g­lie­­der also sowohl für den Haup­t­­sitz wie auch für alle Zwei­g­­nie­­der­las­­sun­­gen und Filia­­len in der gan­­zen Schweiz über die «Fami­li­en­aus­­g­leichs­­kasse Zürcher Arbeit­­ge­ber» FZA abrech­­nen.

 

 

ursprüng­lich pub­li­ziert am 15.07.2008 


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